URLAUB IN LADIS
Ladis liegt auf 1.180 m Seehöhe, hat rund 540 Einwohner und eine Fläche von 710 ha.
Urkundlich wird Ladis
1220 n. Chr. erstmals genannt („ecclesia de Laudes“).
Seelsorglich gehörte Ladis (und Fiss) zur Urpfarre Serfaus. 1332 n. Chr. werden die „Ladr“ (so heißt man die Bewohner von Ladis) ermahnt, an den Hauptfesten des Jahres den Gottesdienst in ihrer Pfarrkirche in Serfaus zu besuchen und nicht in Prutz.
Erst ab 1520 erhalten Fiss und Ladis einen eigenen Kooperator.
1661 wurde Ladis
Kuratie und 1891 Pfarre. Die Pfarrkirche ist dem hl. Martin geweiht (erste
Weihe 1497 erwähnt), die jetzige Kirche wurde 1829 - 1831 erbaut.
Im Ortskern des „alten Ladis“ befinden sich einige ganz bemerkenswerte Gebäude, deren Grundmauern nachweislich bis in die Romanik (ca. 1.000 - 1.300 n. Chr.) zurückreichen. Der romanische Rundbogenstil zeigt sich besonders in den runden Einfahrten und Torbögen.
Nach einer alten Überlieferung entdeckte Hirte Nikolaus Schederle 1212 n. Chr. die Sauerbrunnquelle in Obladis. Kaiser Max’s Doktor nannte es „das heilsamste Wasser“. Da Schwefelquellen Badekuren ermöglichten, ist es nicht verwunderlich, dass sich in Ladis-Obladis schon sehr früh der Tourismus entwickelte.
Fürste, Kaiser und vielen Gästen bedienten sich dieses Wassers bei allen Krankheiten und verwendeten es für Trinkkuren.
In Ladis steht noch
eine restaurierte Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, die Burg Laudeck. Aufgrund
der Funden nimmt man an, dass „Laudeck“ ursprünglich ein römischer Wachturm
war.
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