Yogilates im Erlebnispark Hög in Serfaus Fiss Ladis in Tirol | © Socialweb
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Verbieg dich, aber richtig!

27.06.2017 · Bewegen
Yogilates am Högsee mit der charismatischen Powerfrau Annia Kirschner.

Annia Kirschner ist eine charismatische Powerfrau, die ihren Körper liebt und zu sich selbst steht – und zu ihren Falten: „Die habe ich mir alle selbst erarbeitet“, lacht die Frohnatur. Die zweifache Mutter ist Yogilates-Trainerin am Högsee im Erlebnispark Hög in Serfaus-Fiss-Ladis. Auf 1.800 Metern lehrt sie dort die Kunst des richtigen Verbiegens. Annia unterrichtet Yogilates, eine Mischung aus Yoga und Pilates.

Verbieg dich! Aber nicht für andere, sondern nur für dich selbst. Das ist Yogilates, ein dehnbarer Begriff aus Yoga und Pilates. Der Wechsel aus Stretching- und Entspannungsübungen fordert jeden einzelnen Muskel, dient der Auflockerung des Körpers und des Findens zu sich selbst. Annia Kirschner ist seit 2016 Yogilates-Trainerin am Högsee im Erlebnispark Hög, der auf rund 1.800 Metern inmitten der malerischen Natur liegt. Hier, oberhalb von Serfaus-Fiss-Ladis bietet Annia ab sofort jeden Mittwochmorgen bis in den September hinein ihr Yogilates-Programm an. Teilnehmen kann jeder – ob jung oder alt, Mann oder Frau. „Das ist ganz egal“, sagt die Powerfrau, die nicht nur zum Mitmachen anregt, sondern auch zum Dranbleiben. „Ich probiere, den Funken anzuzünden und wenn das Feuer dann brennt, muss jeder selbst schauen, was er daraus macht.“ Ursprünglich ist Annia Pilates-Trainerin, ihre Ausbildung zur Fitness-und Wellnesstrainerin absolvierte sie vor zehn Jahren. Yoga macht sie „nur als Hobby“.

Annia Kirschner mit einer Yogilates Übung am Högsee im Erlebnispark Hög in Serfaus Fiss Ladis in Tirol | © Socialweb

Der Fokus beim Yogilates liegt auf dem Pilates. „Das sind Kräftigungsübungen aus der Körpermitte heraus, von Bauch, Becken, Po und Rücken. Erst wenn man die Stabilisation hat, kann man eine Yogapose machen. Ohne die nötige Muskulatur könnte man das nicht, dann hätte man nicht die Kraft, drei oder vier Minuten in einer Position stehen zu bleiben und sich dabei noch zu entspannen.“

Annia schließt die Augen, um sie zu öffnen!

Wenn es mittwochs um 8.00 Uhr mit der Alpkopfbahn zum Högsee hinaufgeht, wissen die Wenigsten, was sie erwartet. Es ist nicht nur die einzigartige, natürliche Kulisse, die das Yogilates direkt auf einem Holzsteg am Högsee so besonders macht, sondern das Rundum-Wohlfühl-Paket. Hoch oben am Högsee ticken die Uhren anders – hier scheint die Zeit noch stehen zu bleiben. Zumindest für diese eine Stunde, in der die Teilnehmer alles um sich herum vergessen. Es geht um das Abschalten können, um das „Atmen und auf sich selber hören. Ganz viele Leute können das gar nicht mehr, das ist das große Problem in der heutigen Zeit“, so Annia. „Wir sind viel zu beherrscht von Gedanken und Umwelteinflüssen.“

Yogilates-Trainerin Annia Kirschner am Steg beim Högsee in Serfaus FIss Ladis in Tirol bei einer Yogilates-Übung | © Socialweb

Annia will nicht belehren, aber „fördern und fordern“. Bei ihr kommt jeder Teilnehmer an seine Grenzen, aber auf eine angenehme, entspannte Art und Weise. Darum werden am Högsee zuerst einmal die Augen geschlossen, bevor Annia sie ihren Teilnehmern wieder öffnet: Für mehr Körpergefühl, Eigenwahrnehmung und Selbstfindung. „Erst wenn du bewusst anspannst, lernst du auch wieder zu entspannen. Das ist der große Vorteil von Yogilates, dass man loslassen kann.“

Spür dich (wieder)!

„Ich spüre selbst gerne meine Muskulatur, man wird stärker durch Yogilates, man hat eine andere Haltung, ist aber trotzdem entspannt. Und nach einer Stunde ist man rundum gedehnt, hat ein ganzes Workout von Bauch, Beinen und Po hinter sich, schwitzt aber nicht so sehr, dass man komplett fertig ist. Ich spüre die Energie danach, die Wirkung ist faszinierend.“ Yogilates hat auch eine natürliche Heilkraft: „Wenn du spürst, dass du Kopfschmerzen bekommst, dann rolle fünfmal einen Achter mit dem Kopf, dann löst sich die Verspannung.“

Portraitfoto von Yogilates-Trainerin Annia Kirschner aus Serfaus Fiss Ladis in Tirol | © Socialweb

Ein weiterer Benefit von Yogilates: „Du kannst es immer machen.“ Egal ob nach dem Aufstehen, beim Zähneputzen oder im Büro. „Man kann die Übungen in den Alltag einbauen und ein bisschen Zeit für sich selbst haben. Wenn du zum Beispiel morgens im Bad auf einem Fuß Zähne putzt, ist das auch schon ein bisschen Yogilates. Du hast bewusst Zeit, nicht nur für deine Zähne, sondern auch für dich.“ Die einzige Zeit, in der es sich nicht empfiehlt, sich zu verbiegen und zu dehnen, ist „nach dem Essen, mit vollem Bauch“, schmunzelt Annia – wahrscheinlich aus der Erfahrung heraus…

Yogilates-Übungen im Erlebnispark Hög in Serfaus Fiss Ladis in Tirol | © Socialweb

Sei präventiv, fühl dich wohl

Annia ist vor allem von der „Kulisse am Högsee“ begeistert. Wir haben viele Stammgäste, die wollen immer wieder etwas Neues geboten bekommen.“ So muss man kreativ und aktuell bleiben. „Wir leben gerade in einer Zeit, in der man wieder mehr auf sich selbst hört. Durch die Arbeit und das Sitzen im Büro nehmen viele Menschen eine falsche Position ein. Heute haben die 25-Jährigen schon Rückenschmerzen. Mit Yogilates spare ich mir langfristig den Physiotherapeuten.“

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