Die Erdpyramiden

Die durch Ablagerung und Verwitterung entstandenen Erdpyramiden in Serfaus sind ein sehr faszinierendes und seltenes Beispiel natürlicher Erdoberflächengestaltung. Sie befinden sich am Westende von Serfaus, knapp oberhalb der Talstation der Komperdellbahn zwischen den Gräben des Hinterkreith- und des Edelbaches. Die höchste Erdpyramide in Serfaus trägt als Hut keine Steinplatte wie üblich, sondern einen Wurzelstock. Deren oberste Schicht weist eine rötliche Tönung auf. darunter liegen mächtigere graue Schichten, die ihrerseits wieder auf einer festeren Formation aufliegen. Das Baumaterial dieser Säulen und Kegel ist Moränenschutt. Moränen sind Ansammlungen von Gesteinsschutt, der von Gletschern vor sich hergeschoben und mitgeführt wird. Die Lebensdauer von Erdpyramiden ist begrenzt, denn der Absturz eines Decksteines bedeutet eine noch raschere Erosion. 1996 wurde von der Bezirkshauptmannschaft Landeck das Verfahren zur Erklärung der Serfauser Erdpyramiden zum Naturdenkmal eingeleitet.

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