10.11.2020 - Basis-Texte

Historisches Flair und innovative Annehmlichkeiten

Wo einst die Römer an der Via Claudia Augusta eine Raststation errichteten, genießen Winterurlauber heute einen einzigartigen Mix aus Geschichte, Brauchtum, Service und Aktivitäten. In den schmalen Gassen von Serfaus, Fiss und Ladis haben sich althergebrachte Traditionen erhalten, historische Bauwerke erzählen von der rätoromanischen Vergangenheit und versetzen die Besucher in eine längst vergangene Zeit.

Schneebedeckte Almwiesen, schroffe, weiß bestäubte Felsgipfel und mächtige Bergriesen – Das Panorama auf dem sonnigen Hochplateau rund um die Bergdörfer Serfaus, Fiss und Ladis hoch über dem oberen Tiroler Inntal ist einfach atemberaubend. Fast zu schön, um wahr zu sein. Das schätzen auch schon die Römer und errichteten an der Via Claudia Augusta, der ersten richtigen Straße über die Alpen, in Ladis eine Raststation.

Heute sind es vor allem aktive Winterurlauber, die die Annehmlichkeiten der beliebten Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis genießen. Ob es das grandiose Panorama auf die Samnaungruppe und die Ötztaler Alpen ist, das breitgefächerte Angebot des 460 Hektar großen Skigebiets oder das Aktivitätenprogramm abseits der Pisten – in Serfaus-Fiss-Ladis  kommen Anfänger und Genussskifahrer ebenso auf ihre Kosten wie Freestyler, Ski-Asse oder Winterwanderer. Das Beste aber ist, trotz der schier unbegrenzten Möglichkeiten, die die Top-Wintersportregion bietet, hat jedes der drei Dörfer seinen authentischen Charakter behalten.

Kinderherzen schlagen höher: Serfaus
Das Bergdorf Serfaus besticht durch eine unschlagbare Infrastruktur, denn das ganze Ortzentrum ist verkehrsberuhigt. Da atmen nicht nur die 1.141 Einwohner auf, sondern auch die Urlauber und der Spaziergang zu den Gondelbahnen oder zu den Geschäften ist ein entspanntes Vergnügen. Ebenso die Fahrt mit der weltweit kleinsten, höchstgelegenen und auf Luftkissen schwebenden Dorf-U-Bahn. Sie bringt die Wintersportler kostenlos im Handumdrehen zur Seilbahn-Talstation und wieder retour. Ideal für Familien mit kleinen Schneehasen ist die Skiwiese Murmlipark, die mitten im Dorf liegt. Aber auch die Kinderschneealm in Serfaus und die beiden Kinderrestaurants Murmlirest und Starrest am Komperdell lassen die Skischul-Kinderherzen höher schlagen. Übrigens: Kulturinteressierte sollten sich den Campanile, den 36 Meter hohen Kirchturm ansehen. Laut Überlieferung steht er an der Stelle eines ehemaligen römischen Wachturms. Bemerkenswert ist die 800 Kilogramm schwere Löffler-Glocke aus dem Jahr 1577. Sehenswert ist auch die Wallfahrtskirche „Unsere Lieben Frau im Walde“, die zu den ältesten Kirchen in Tirol gehört. Und wer sich über die Beständigkeit und die Veränderungen der religiösen Praxis im Laufe der Jahrhunderte informieren möchte, der besucht das örtliche Pfarrmuseum.

Ursprünglicher Charme und althergebrachte Traditionen: Fiss
Das beschauliche Dörfchen Fiss hat rund 980 Einwohner und versprüht noch heute den ursprünglichen Charme eines rätoromanischen Haufendorfs. Erst 1928 bekam Fiss eine eigene Zufahrtsstraße, vorher gab es nur einen von Hand angelegten Karrenweg für Ochsengespanne. Größte Sehenswürdigkeit ist der 600 Jahre alte Ortskern mit den Bauernhäusern und ihren wuchtigen, halbrunden Hauseingängen und den engen, verwinkelten Straßen. Kein Wunder, dass sich dort alte Bräuche erhalten haben. Zum Beispiel das Fisser Blochziehen. Dabei ziehen traditionell verkleidete Männer aus Fiss einen Zirbenbaum, den Bloch, durch den Ort. Die wahrscheinlich originellste Fasnachtstradition im Alpenraum diente einst der Vertreibung der bösen Wintergeister und ist seit Oktober 2011 immaterielles Kulturerbe der UNESCO in Österreich. Der Umzug findet nur alle vier Jahre statt, das nächste Mal am 30. Januar 2022. Wer noch mehr zu den lokalen Traditionen erfahren möchte, besucht das Heimatmuseum s'Paules und s'Seppls Haus. Es befindet sich in einem stattlichen Hof, der mit seinem großen Rundbogentor, den winzigen Fenstern und der kunstvoll verzierter Dachkonstruktion die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Malerische Bauernhäuser und wohltuendes Mineralwasser: Ladis
Ladis mit 536 Einwohnern, der kleinste der drei Orte, strotzt nur so vor Geschichte. Freitreppen, geschnitzte Giebelstreben und historische Backöfen prägen das rätoromanische Ortsbild bis heute. Darauf sind die Einwohner verständlicherweise stolz und haben die jahrhundertealten Bauernhäuser mit ihren eindrucksvollen Fresken liebevoll restauriert. Erwähnenswert ist dabei das wunderbar bemalte Rechelerhaus, das heute zu den beispielhaftesten und ältesten Profanbauten im Oberen Gericht gehört. Bedeutend ist auch die Sauerbrunnquelle, die ein Hirte im Jahr 1212 entdeckte. Sie ist eine der ältesten Heilquellen Tirols. Im 16. Jahrhundert wurde ihr Wasser sogar bis an den kaiserlichen Hof Maximilians nach Innsbruck geliefert. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts reisten Adlige und wohlhabende Bürger aus der Schweiz und Bayern für Bade- und Trinkkuren nach Ladis. Heute stillen Gäste und Einheimische mit dem wohlschmeckenden Mineralwasser ihren Durst. Übrigens: Am nordöstlichen Dorfrand thront auf einem mächtigen Felsen die Burg Laudeck. Sie diente bis ins 16. Jahrhundert als Verwaltungssitz des Oberen Gerichts.

Über Serfaus-Fiss-Ladis
Umrahmt von den Bergspitzen der Samnaungruppe und den Ötztaler Alpen vermittelt Serfaus-Fiss-Ladis das Lebensgefühl Winterurlaub wie keine andere Ferienregion. Die drei ursprünglichen Bergdörfer Serfaus, Fiss und Ladis liegen auf einem sonnigen Hochplateau über dem oberen Tiroler Inntal. Sie bieten Skivergnügen zwischen 1.200 und 2.828 Metern Seehöhe und garantieren den ganzen Winter über Schneesicherheit. Doch damit nicht genug: Vor über 20 Jahren wurde der Entschluss gefasst, die beiden Skigebiete Serfaus und Fiss-Ladis zu vereinen. Damit wurde das Skigebiet nicht nur größer und besucherfreundlicher, sondern der Winterurlaub facettenreich, wie er seinesgleichen sucht: Mehr für Familien. Mehr für Genießer. Mehr für Actionhelden. Mehr für Feinschmecker. Mit Sicherheit mehr Winterurlaub. Genauso unbeschwert wie immer, aber so sicher wie nie zuvor!