18. Dezember

Schlepplifte von ameah

Eine Aufstiegshilfe mit hohem ERINNERUNGSFAKTOR für „früher“ geborene Skifans: der gute alte Schlepplift. Ein paar „Schlepper“ gibt es bis heute in Serfaus-Fiss-Ladis. Damals tummelten sich aber weit mehr Artgenossen auf den Skihängen des Hochplateaus. Wir werfen einen Blick zurück.

Eine Schleppliftvariante, die ausgestorben ist, ist die Pendeltechnik. Ende der Sechziger wurde der letzte Lift dieser Art am Hochplateau abgetragen. Da beispielsweise der Übungslift zum Freibichl in Fiss oder jener auf den Alpkopf pro Fahrt nur zwei Personen bergauf transportierten konnten, kam es zu langen Wartezeiten. Zudem war eine Bergfahrt mit dem Pendelbügellift sehr ANSTRENGEND. Der Bügel befand sich vorne und man musste sich über lange Strecken daran FESTHALTEN.

Im Jahre 1961 erfolgte am Komperdell der Bau von zwei Schleppliften hinauf auf den PLANSEGG und den GAMPEN: der Plansegglift (heute Sessellift Planseggbahn) und der Gampenlift (heute Sessellift Familienbahn Gampen). Die Lader waren da etwas früher dran: Bereits 10 Jahre zuvor wurde ein Schlepplift von den Besitzern vom Hotel Bad Ladis auf den sogenannten LUNGENBÜHEL errichtet. Einen weiteren Schlepplift gab es hinauf nach Obladis. Bemerkenswert ist, dass es in Ladis bereits 1912 Aufzeichnungen über eine erste SKI-ÜBUNGSWIESE gibt. Wahnsinn, oder? Die Lader hatten also definitiv die Nase vorne im Wintersport. In Fiss erlebte der Wintertourismus in den Sechzigern eine starke Entwicklung. Die Möseralm wurde durch einen Einsersessellift und die zwei Schlepplifte – RAST- und SATTELKOPFLIFT – erschlossen.

Die Vertreter der drei Orte befassten sich intensiv mit der weiteren ERSCHLIESSUNG der Region und dem Bau neuer Liftanlagen. Die Pendeltechnik verschwand dabei gänzlich, neue Sessel- und Gondelbahnen kamen. Auch die meisten „Schlepper“ mit dem Ankerbügel für zwei Personen wurden mittlerweile durch moderne Liftanlagen ersetzt. Kannst du dich noch an sie ERINNERN?