2. Dezember

Skimode von ameah

Frau trug früher ROCK, und das das ganze Jahr über. Auch heute noch bleiben einige ältere Damen der drei Dörfer Serfaus, Fiss und Ladis ihrem traditionellen Kleidungsstil treu. Zugegeben: Das ist mittlerweile zur Seltenheit geworden.

Vor etwa 100 Jahren setzte sich bei sportlichen Aktivitäten hingegen die SKIHOSE gegenüber dem nicht allzu praktischem Lodenkittel durch. Die sportliche Frau trug plötzlich Hose. Zudem „durften“ Schulmädchen oftmals Hosen tragen, um den schneereichen Schulweg besser meistern zu können.

Besonders beliebt war in den 30er-Jahren die sogenannte KNICKERBOCKERHOSE. Dazu wurden Strickpullover, Blousons oder geknöpfte Wolljacken kombiniert. Um die Beine zu wärmen, wurden WICKELGAMASCHEN übergestreift. Und wer es sich leisten konnte, setzte farbliche Akzente und stimmte seine Gamaschen mit der Skikleidung ab. Ihre Hände kuschelten sie in Lodenhandschuhen. Obladis war schon sehr früh ein äußerst beliebter Ausgangspunkt für Skitouren hinüber nach Serfaus. Wintersportler entdeckten das Komperdell für sich.

Auf dem nächsten Foto ist eine Tante von Burgl Kirschner, Seniorchefin vom einstigen Kurhotel in Obladis, abgebildet. TANTE GERDA wie auch viele weitere Damen waren sehr sportlich und eroberten per Ski ihre Heimat bzw. ihre Urlaubsregion. Daneben: Die Tour auf den Furgler ließ sich Gerda Schumacher mit Fellen unter den langen Brettern nicht nehmen. Eigene Tourenski? Fehlanzeige! Die Skier wurden universal eingesetzt.