23. Dezember

Anschluss Ladis an das skigebiet Fiss

Einst zählte das Hochplateau drei eigenständige Skigebiete. Erst 1999 gaben sich alle drei das Ja-Wort und starteten mit dreifacher Kraft ins neue Jahrtausend. Aber zuvor passierte noch etwas ganz Entscheidendes in der GESCHICHTE DER FISSER BERGBAHNEN: Ladis wurde nämlich 1974 an das Skigebiet Fiss ANGESCHLOSSEN.

Um die zwei Skigebiete zu vereinen, wurde ein drei Kilometer langer EINSERSESSELLIFT gebaut. Ladis war fortan Mitgesellschafter an der damaligen Fisser Schilift Gesellschaft m.b.H. Die alte Skigesellschaft Ladis-Obladis wurde zugleich aufgelöst.

Exkurs nach Obladis: Zweifelsohne kann Ladis bzw. Obladis als Wiege des Wintertourismus angesehen werden. Warum? Bereits 1913 hatte das Kurhotel in Obladis erstmals für Wintergäste geöffnet. Jedoch zwei Jahre vor Anbindung an das Skigebiet Fiss mussten die Lader einen herben TOURISMUSRÜCKSCHLAG hinnehmen. Das beliebte Kurhotel brannte nieder. Stillstand. Der Einsersessellift „Wolf-Lift“ transportierte einst die Gäste von Ladis nach Obladis. Eine Skiübungswiese mit Schleppliften steigerten die Beliebtheit des Kurhotels und des Ortes. Nach dem BRAND war die touristische Weiterentwicklung des Dorfes sehr ungewiss. Da kam die Idee, Ladis mit Fiss zu vereinen, gerade rechtzeitig. Durch die Skigebietsanbindung erholte sich Ladis von den Ereignissen und der Tourismus florierte wieder.

Es war aber nicht von Anfang an klar, dass ein Einsersessellift als Verbindungslift gebaut werden sollte. Die Verantwortlichen wollten zuerst nämlich einen günstigeren VERBINDUNGSSCHLEPPLIFT errichten. Nach reichlicher Überlegung entschieden sie sich dann aber doch für eine kostenintensivere Sesselbahn, die mehr Förderleistung lieferte. Die Trasse war 2,7 Kilometer lang und eine Solofahrt dauert ganze 20 Minuten lang.

1995 wurde die legendäre Verbindungsbahn nach 21 Dienstjahren durch eine komfortable 6er-Gondelbahn ersetzt. Seither stellt die gelbe SONNENBAHN die direkte Verbindung zwischen den einst getrennten Skigebieten dar. Die Fahrzeit von 20 Minuten konnte halbiert und die Förderleistung fast verfünffacht werden.