Bergbahnbedingungen Winter 2020/21

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB)  SKIPASS SERFAUS-FISS-LADIS

Stand November 2020

Diese AGB regeln die Rechtsbeziehungen zum Erwerb eines Skipass Serfaus-Fiss-Ladis (im Folgenden: „Skipass“) zwischen den Mitgliedern von Skipass Serfaus-Fiss-Ladis (im Folgenden: „Mitglieder“) einerseits und den natürlichen Personen, die den Skipass Serfaus-Fiss-Ladis erwerben bzw. verwenden (im Folgenden: „Gast“) andererseits.

Der Beförderungsvertrag wird nur zu den Bedingungen dieser AGB, den Tarifbestimmungen sowie den behördlich genehmigten Beförderungsbedingungen der jeweiligen Aufstiegshilfen bzw. Anlagen abgeschlossen. Widersprechende Bedingungen werden nicht akzeptiert. Die AGB und die Tarifbestimmungen sind im Internet unter www.serfaus-fiss-ladis.at/de/Winterurlaub/Skipasspreise/Bergbahnbedingungen für jedermann abrufbar und liegen überdies bei den Hauptkassen auf Anfrage zur Einsicht auf. Die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Aufstiegshilfe bzw. Anlage sind bei den Zugängen zu der Aufstiegshilfe bzw. Anlage angeschlagen und liegen überdies bei den Kassen zur Einsicht auf.

Die Mitglieder von Skipass Serfaus-Fiss-Ladis betreiben jeweils eigenverantwortlich und rechtlich selbstständig ihre Seilbahnanlagen und Aufstiegshilfen, Skipisten/-routen und Funsporteinrichtungen (im Folgenden: „Anlagen“).

Der Erwerb eines Skipasses (unabhängig vom gewählten Tarif) berechtigt den Gast zur Benützung der von den Mitgliedern betriebenen Anlagen. Der konkrete Beförderungsvertrag kommt aber jeweils nur mit jenem Mitglied zustande, deren Anlagen der Gast gerade benutzt. Das Mitglied, bei welchem der Skipass gekauft wird, handelt für die anderen Mitglieder lediglich als Vertreter, sodass eine direkte Vertragsbeziehung zum handelnden Mitglied nur für dessen eigene Anlagen zustande kommt.

Eine allfällige Haftung gegenüber dem Gast (unabhängig davon, ob diese aus einer vertraglichen oder gesetzlichen Grundlage resultiert) in Zusammenhang mit dem Betrieb und/oder der Benützung einer Anlage trifft daher ausschließlich jenes Mitglied, welches die betreffende Anlage betreibt. Eine Haftung der übrigen Mitglieder besteht nicht.

  • Fisser Bergbahnen Gesellschaft mbH, Seilbahnstraße 44, 6533 Fiss
  • Seilbahn Komperdell Gesellschaft mbH, Dorfbahnstraße 75, 6534 Serfaus
  • Waldbahn GmbH & Co OG, Fisser Straße 50, 6533 Fiss

Die Skipässe sind nicht übertragbar und auf Verlangen des Kontrollpersonals vorzuweisen. Nachträglicher Umtausch sowie Verlängerung oder Verschiebung der Geltungsdauer sind nicht möglich. Ermäßigte Skipässe werden nur nach Vorlage der entsprechenden Dokumente (Gästekarte, Lichtbildausweis, Altersnachweis, etc.) ausgegeben.

Die Skipässe unterliegen grundsätzlich dem Zugangskontrollsystem „Photocompare“. Das heißt, dass bei den Drehkreuzen der Zubringerbahnen fallweise ein Foto des Gastes angefertigt wird, welches in der Folge mit Bildern, die beim Durchschreiten technisch entsprechend ausgestatteter Drehkreuze im Skigebiet stichprobenartig gemacht werden, abgeglichen werden kann. Die entsprechenden Aufnahmen werden verschlüsselt gespeichert und nach Ablauf der Gültigkeitsdauer des Skipasses gelöscht. Dadurch können die Mitglieder stichprobenartig überprüfen, ob einzelne Skipässe vereinbarungswidrig weitergegeben wurden. Mit dem Kauf eines Skipasses erteilt der Gast seine Einwilligung zur Datenverarbeitung im beschriebenen Sinn. Es können auch tageweise gültige Skipässe erworben werden, die technisch so konfiguriert sind, dass beim Durchschreiten der Drehkreuze keine Lichtbilder angefertigt werden (diese Skipässe werden von den Mitarbeitern des jeweiligen Mitglieds ebenfalls stichprobenartig kontrolliert).

Skipässe werden ausschließlich auf KeyCards ausgegeben. Beim Erwerb eines Skipasses wird für die KeyCard eine Kaution eingehoben, welche bei Rückgabe der unbeschädigten KeyCard wieder vergütet wird. Die KeyCards können bei den Seilbahnkassen, den Skipass-Automaten an den Talstationen sowie auf freiwilliger Basis bei Vermietern, in Sportgeschäften und Gastronomiebetrieben zurückgegeben werden.

Skipässe ab 6 Tagen Gültigkeit können ohne Unterbrechung einmal zu einem Sonderpreis verlängert werden.

Verlorene Skipässe bis 2 Tage Gültigkeit werden nicht ersetzt. Bei Verlust der KeyCard können die auf der KeyCard (Datenträger) gespeicherten Skipässe ab 3 Tagen Gültigkeit gegen Vorlage des Sperrnummernbeleges (dieser befindet sich auf dem Zahlungsbeleg) für die weitere Nutzung gesperrt werden. Gegen Bezahlung einer Sperrgebühr von € 8,00 hat der Gast Anspruch auf eine Ersatz-KeyCard. Die Kaution für die verlorene KeyCard wird nicht ersetzt.

Anspruch auf Rückvergütung besteht lediglich bei ärztlich bestätigten Skiunfällen und unverzüglicher Hinterlegung des Skipasses an der Hauptkassa. Als Benützungstage gelten die Tage von der Ausstellung des Skipasses bis einschließlich des Tages der Hinterlegung an der Kassa (es ist nicht der Tag des Unfalles maßgebend, sondern der Tag der Hinterlegung). Bei Hinterlegung bis 9.30 Uhr wird dieser Tag nicht angelastet. Weitere Voraussetzung ist eine ärztliche Bestätigung eines ortsansässigen Arztes oder eines Krankenhauses, wobei eine solche Bestätigung nachgereicht werden kann.

Kein Anspruch auf Rückvergütung besteht bei Schlechtwetter, Lawinengefahr, unvorhergesehene Abreise, Krankheit, epidemische oder pandemische Ereignisse, Quarantäne des Gastes, Betriebseinschränkung oder Betriebsunterbrechung, Sperrung von Skiabfahrten und einzelnen Anlagen, etc. Ebenso besteht unter diesen Umständen kein Anspruch auf Verlängerung der Gültigkeit des Skipasses.

Aufgrund der weltweiten COVID-19 Pandemie ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass jederzeit (neuerlich) mit behördlichen und/oder gesetzlichen Betriebsbeschränkungen, Betriebsschließungen, Betretungs-/Beförderungsverboten, Grenzschließungen, Quarantänemaßnahmen (einzelner Personen, Orte, Regionen, etc.) zu rechnen ist und auch für diese oder vergleichbare Fälle kein Anspruch auf Rückvergütung des Entgelts für den Skipass oder auf Verlängerung der Gültigkeit des Skipasses besteht.

Zutrittskontrollen werden in den Talstationen der Anlagen durch Lesegeräte durchgeführt. Wir bitten Sie, den Weisungen des Personals Folge zu leisten und die Kontrollgeräte ordnungsgemäß zu benützen. Im jeweiligen Skigebiet werden regelmäßig Kartenkontrollen durchgeführt. Der Gast ist verpflichtet, den Skipass jederzeit mit sich zu führen. Jede mißbräuchliche Verwendung sowie eine Umgehung der Zutrittskontrollen hat den sofortigen Entzug des Skipasses zur Folge. Die Erstattung einer Strafanzeige wird ausdrücklich vorbehalten. Wer in den Kontrollzonen ohne gültigen Fahrausweis angetroffen wird, muss eine Strafe in Höhe des zweifachen Tageskartensatzes entrichten. Die Bestätigung über die bezahlte Strafgebühr gilt am selben Tag als Fahrausweis. Wir weisen darauf hin, dass nach dem Eisenbahnerhaftpflichtgesetz nur Gäste mit einem gültigen Fahrausweis Versicherungsschutz genießen.

Kaufen Sie keine Karten über Dritte - diese könnten gesperrt sein! Außerdem machen Sie sich strafbar.

Die Mitglieder behalten sich das Recht vor, insbesondere wegen geringer Schneelage, Maßnahmen in Zusammenhang mit COVID-19, drohende Überfüllung von Skipisten, etc., den Verkauf von Skipässen zu limitieren. Preisänderungen, auch tageweise, insbesondere bei Veranstaltungen, bleiben den Mitgliedern vorbehalten.

Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes/FFP2-Maske

Die Mitglieder können durch entsprechenden Anschlag bei den Anlagen vorsehen, dass die Anlagen und die damit in Zusammenhang stehenden Gebäude und Wartebereiche (auch im Freien) nur mit getragenem Mund-Nasen-Schutz/FFP2-Maske benutzt bzw. betreten werden dürfen. Bei Zuwiderhandlungen kann der Zutritt zur Anlage bzw. die Nutzung der Anlage durch Mitarbeiter der Mitglieder untersagt und/oder der Skipass entzogen werden.

Einschränkungen auf Grund der weltweiten COVID-19 Pandemie

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es aufgrund behördlicher, gesetzlicher oder freiwillig vom jeweiligen Mitglied getroffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie (zB. Abstandsregeln, Beschränkung der Anzahl der beförderten Personen, Bestimmungen über die maximale Anzahl an Gästen, Regelungen für den Kassen-, Einstiegs- oder Ausstiegsbereich, Reduktion der Betriebszeiten, Regelungen zu Grenzkontrollen oder Grenzübertritten, etc.) zu Beschränkungen bzw. Einschränkungen beim Betrieb der Anlagen (zB. lange Wartezeiten, Verzögerungen bei der Beförderung, Verweigerung des Zutritts (etwa bei Erreichen der maximalen Anzahl an Gästen, etc.) bis hin zur vorzeitigen Beendigung der Saison bzw. Betriebsschließungen kommen kann.

Auch für diese oder vergleichbare Fälle besteht kein Anspruch auf Rückvergütung des Entgelts für den Skipass oder auf Verlängerung der Gültigkeit des Skipasses.

Verkauf und Ermässigungen

an den Seilbahnkassen täglich von 8:00 bis 16:45 Uhr.

Bei Überschneidung der Saisonzeiten wird automatisch ein Mischpreis errechnet.

ab 15:00 Uhr des Vortages an den Hauptkassen Talstation. Die Benützung des Skipasses ist ab 15:00 Uhr möglich.

Bis Jahrgang 2015 werden Kinder nach Maßgabe der Beförderungsordnung frei befördert.
Kinder ab JG 2014 bis einschließlich JG 2006 erhalten den Kindertarif (Ausweis).

ab Jahrgang 2005 bis einschließlich JG 2002 erhalten den Jugendtarif (Ausweis).

Damen und Herren ab Jahrgang 1956 erhalten den ermäßigten Seniorentarif (Ausweis).

Dieses Angebot besteht für Eltern mit Kleinkindern unter drei Jahren. Das Jungfamilienticket gibt es ab 3 Tagen (keine Saisonkarten) zum Erwachsenenpreis. Das Ticket wird mit beiden Namen versehen und ist nur bei den Hauptkassen an den Seilbahnstationen erhältlich. Damit können sich Mama und Papa abwechselnd auf der Piste tummeln und ihren Nachwuchs betreuen. Zu beachten ist, dass die Übergabe der Tickets nur im Tal möglich ist, da für die Auffahrt ins Skigebiet mit Skiausrüstung ein gültiger Skipass erforderlich ist.

Bei einer Minderung der Erwerbstätigkeit ab 60% wird gegen Vorlage eines amtlichen Ausweises ein Sondertarif (ab 60% -15%, ab 70% -30% Ermäßigung) gewährt (auch für notwendige Begleitpersonen).

Für Skipässe "Serfaus-Fiss-Ladis" wird dem Inhaber einer gültigen Gästekarte aus Serfaus, Fiss, Ladis eine Ermäßigung von bis zu 14 % auf den Normalpreis gewährt. Die Gästekarte ist beim Vermieter erhältlich und beim Erwerb des Skipasses unbedingt unaufgefordert vorzuweisen, ansonsten wird der Normalpreis verrechnet. Eine nachträgliche Rückvergütung ist nicht möglich. Für Regionalskipässe - Ski-6 kann aus abrechnungstechnischen Gründen keine Gästekartenermäßigung gewährt werden.

Die Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises ist bei jeder Art von Ermäßigung nötig.

Gerichtsstand und anzuwendendes Recht

Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis zu einem Mitglied ist ausschließlich das sachlich zuständige Gericht am Geschäftssitz des jeweiligen Mitgliedes zuständig. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechtes als vereinbart.

Serfaus-Fiss-Ladis, am 25.11.2020