Start des Six Senses Weg beim Murmliwasser am Komperdell Serfaus | © Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
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Six Senses - Genusserlebnisweg der Sinne

Sandra | © Sandra Schmid
Sandra
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Herbststimmung in den Tiroler Bergen, es wird schon frisch und der „Zwiebellook“ ist angesagt. Wenn die Sonne rausschaut, legt man 1 bis 2 Schichten ab und sobald es wieder bewölkt ist zieht man sie wieder an. Gepäck ohne Ende - vor allem mit Kleinkind.

Keine Jahreszeit ist angenehmer und besser geeignet für eine Wanderung

Es ist Ende September und da das Wetter endlich mal wieder ein wenig besser aussieht, mache ich mich mit Manuel auf den Weg um den Six Senses Weg zu erkunden. Im Prospekt ist dieser als kinderwagentauglicher Themenweg mit 4 Stunden Gehzeit vom Komperdell bis Serfaus angegeben. Mit Kleinkind und Kinderwagen schon eine kleine Herausforderung. Doch als Entwarnung schon mal vorab: Man kann den Weg abkürzen oder auch in 2 Teilstrecken gehen.

Blick vom Komperdell mit verschneiten Bergspitzen | © Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
Am Komperdell wird's herbstlich.
Blick ins Laustal vom Komperdell Serfaus | © Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
Der Blick ins Laustal.

Aber von Anfang an…

Wir starten am Parkplatz am Ortseingang in Serfaus mit einem Spaziergang durch das Dorf, da ja bereits wieder die Umbauarbeiten der Dorfbahn Serfaus fortgeführt werden. Es ist noch einiges los und an der Talstation der Komperdellbahn helfen mir die Mitarbeiter den Kinderwagen in der Gondel zu verstauen. Manuel genießt die Auffahrt und hat jede Menge zu sehen.

Wir starten vom Komperdell in Richtung Murmliwasser und einmal quer durch um zum Start des Six Senses Weges zu gelangen. Ein breiter Forstweg führt hier quer durch das Gelände und bietet immer wieder tolle Aussichten auf das umliegende Panorama. In den Bergen gibt es allerdings auch eine Problematik: Alles was bergauf bequem mit der Gondel erledigt wird, muss retour gelaufen werden. Der Weg ist für Kinderwagen mehr als breit genug, aber er wird von Zeit zu Zeit immer mal wieder ziemlich steil. Ausdauer bei den Erwachsenen ist gefragt bzw. schadet es nicht, wenn man sich abwechseln kann!

Blick vom Schiff auf den Gebirgsbach | © Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
Manuel ist fasziniert vom Gebirgsbach.

Raus aus dem Alltag

Entlang des Weges sind viele liebevoll gestaltete Stationen, welche zum Nachdenken und Innehalten anregen. Die Natur mit allen Sinnen erleben, erspüren und erfahren. Ständiger Begleiter ist hier auch das Thema Wasser. Immer wieder sind kleine Bäche und Brunnen am Weg und laden Kinder ein zu plantschen. Da braucht man wohl nicht dazu zu sagen, dass sich die Gehzeit ein wenig verlängert.

Nach etwa eineinhalb Stunden erreichen wir den Speicherteich Hög. Hier bieten die Seealm Hög oder die Hög Alm eine tolle Einkehrmöglichkeit und es gibt auch Gelegenheit für die Kinder sich im Erlebnispark Hög auszutoben.

Nach einer Rast und einer kleinen Stärkung gehts weiter. Ein wunderschöner Abschnitt des Weges startet am östlichen Ufer des Högsees und führt wieder zurück auf einen Forstweg mitten durch den Wald.

Seealm Hög im Herbst | © Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
Seealm Hög mitten im Erlebnispark Hög.
gemütlicher Spazierweg mit dem Kinderwagen | © Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
Spaziergang durch den Wald.

Mit dem Kinderwagen unterwegs

Zirka 400 m unterhalb der Station „Klangdusche“ zweigt der Six Senses - Genusserlebnisweg der Sinne - vom breiten Fahrweg ab. Der Weg wird ziemlich schmal und ist weiterhin relativ steil. Meine Empfehlung ist es, den Six Senses Weg hier zu verlassen und mit dem Kinderwagen auf dem breiten Fahrweg zu bleiben. Man kommt direkt ins Dorf Serfaus zurück.

Blick auf Serfaus | © Serfaus-Fiss-Ladis/Tirol
Der Blick auf Serfaus mit dem herrlichen Panorama im Hintergrund.

Mögliche Gehvarianten

Wie vorher angesprochen kann man den Weg abkürzen in dem man beim Högsee mit der Alpkopfbahn ins Tal fährt. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Wanderung in zwei Teile zu splitten. Das erste Teilstück, ca. 1,5 Stunden, verläuft vom Murmliwasser bis zum Högsee und das zweite Stück vom Högsee bis nach Serfaus mit ca. 2 Stunden.

Fazit

Für Kinder gibt es jede Menge zu entdecken. Wenn man den ganzen Weg geht, würde ich eher den ganzen Tag einplanen, dann können die Kinder auch zwischendurch immer wieder im Wald und an den Stationen spielen. Der Weg ist ein absolutes Erlebnis und auf jeden Fall zu empfehlen. Mit dem Kinderwagen ist es allerdings von Vorteil, wenn mehrere erwachsene Personen dabei sind und auch eine Sicherungsleine vorhanden ist. Dass der Kinderwagen geländegängig sein muss, versteht sich in den Bergen hoffentlich von selbst ;)