Magdalena | © Magdalena Waldegger
Magdalena

Der Blick hinter Bühne und Workshops - Mounds Backstage

06.08.2018 · Dabei sein
Wolltet ihr schon immer einmal wissen, was während des MOUNDS Festivals hinter den Kulissen passiert? Dann habt ihr im folgenden Blogbeitrag die Chance dazu. Taucht ein in meine Welt von MOUNDS.

MOUNDS – Das Musikfestival für die ganze Familie – ging dieses Jahr vom 15.07. bis zum 20.07.2018 über die Bühne und dies schon zum dritten Mal.

Auch in diesem Jahr gab es wieder zahlreiche Workshops, bei denen getrommelt, getanzt und gesungen wurde. Die Abende wurden mit den Konzerten perfekt abgerundet. Doch was passiert eigentlich hinter den Kulissen des Festivals? Ich möchte euch als Eventmanagerin in diesem Blogbeitrag einen Einblick geben.

Für mich beginnt MOUNDS natürlich nicht am ersten Festivaltag, sondern schon viel früher: Und zwar im Dezember! Dort trifft sich unser fünfköpfiges Organisationsteam zum ersten Mal. Da nicht alle aus der Region kommen, muss ich oftmals auch zu einer Besprechung nach Innsbruck oder München. Die Wege nehme ich sehr gerne auf mich, denn die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit den Protagonisten und das Festival ist immer sehr groß.

Wenn die Zeit wie im Flug vergeht...

Im Dezember denkt man, dass man bis Juli noch alle Zeit der Welt hat, doch in Wirklichkeit vergeht die Zeit wie im Flug.

Bis die Zusagen aller Künstler da sind, können schon mal zwei bis drei Monate vergehen. Parallel werden die Workshopplätze festgelegt, Unterkünfte gesucht und gebucht, die Website auf den aktuellsten Stand gebracht und es wird ein erster Zeitplan erstellt. Hört sich einfach an, doch meistens ist es kein Kinderspiel. Speziell bei den Workshopplätzen müssen viele verschiedene Dinge berücksichtigt werden: Wie das Thema des Workshops, welches Equipment benötigt wird und ob dieses am Ort des Workshops bleiben kann oder zu einem anderen Ort gebracht werden muss. Es ist mir beispielsweise schon passiert, dass ich alleine mit 40 Trommeln im Erlebnispark Hög stand und diese alle innerhalb kürzester Zeit wieder nach Fiss gebracht werden mussten.

Im April erweitern wir unser Team um zwei Personen und es geht in die entscheidenden Vorbereitungswochen. Langsam merke nun auch ich, dass die Zeit immer kürzen wird. Rund einen Monat vor dem Festival stoßen die letzten beiden Personen ins MOUNDS-Team – damit sind wir komplett und startklar.

Zusammen inspizieren wir die Workshopplätze für draußen und drinnen und klären letzte Details. Je näher die Festivalwoche rückt, desto nervöser werde ich. Obwohl ich nun schon zum dritten Mal mit dabei bin, ist es immer wieder eine besondere Freude das Festival begleiten zu dürfen. Ich freue mich wie ein kleines Kind darauf, alle wieder zu sehen und gemeinsam mit dem gesamten Team eine unvergessliche Woche zu erleben. Im Hinterkopf bleibt meist aber immer diese eine Frage hängen: Hab ich etwas vergessen? Hier bliebt nur das Motto: Immer schön positiv denken – für jedes Problem gibt es bekanntlich eine Lösung!

Endlich ist Freitag und das Herzstück des Festivalgeländes, unsere große MOUNDS-Bühne, kommt langsam über den Berg hochgerollt. Direkt gefolgt von unserem neuen Familienmitglied Enrico, einem Apemio. Noch den perfekten Platz für beide auswählen und los geht‘s mit den Aufbauarbeiten. Die Bühnentechniker und der Außendienst leisten tolle Arbeit und der Platz an der Talstation verwandelt sich innerhalb kürzester Zeit in unser Festivalgelände.

Ready 2 go

Am Samstag ist es endlich soweit und unsere restlichen Teammitglieder von Sony Music reisen an. Die Freude des Wiedersehens ist groß – doch leider dürfen wir uns nicht von der Arbeit abhalten lassen. Es gibt an diesem wunderschönen Wochenende noch so einiges zu erledigen. Die mobilen Anlagen müssen zu den Workshopplätzen auf den Berg gebracht werden und die Beschilderung fehlt auch noch. Die  Zeit vergeht wie im Flug, doch wir lassen es uns nicht nehmen, den fantastischen Ausblick zu genießen. Anschließend gibt es noch ein Teammeeting und gegen 21.00 Uhr geht es für alle nach Hause. Kraft tanken für die nächsten Tage ist angesagt! 

Sonntag, 6.30 Uhr: Der Wecker klingelt – es ist so weit – wir starten mit vollem Elan in den ersten Tag. Wir öffnen den Backstage-Bereich, bespielen die Bühne und beantworten noch die letzten offenen Fragen. Gemeinsam mit den Künstlern geht es dann mit der Gondel oder dem Auto Richtung Workshop. Auch dort werden noch die letzten Sachen vorbereitet, bevor die Workshops starten können. 

Es ist immer wieder schön zu sehen, dass so viele Kinder und Erwachsene jedes Jahr wieder kommen und aufs Neue viel Spaß bei dem von uns gebotenen Programm haben. Für die Kinder ist es immer ein ganz besonderes Gefühl, ihrem Star so nahe wie noch nie zu sein und gemeinsam mit ihm zu tanzen, zu trommeln oder zu singen. Während der Workshops mache ich viele Bilder, um die tolle Zeit in Erinnerung zu behalten – und natürlich auch für die Werbung im nächsten Jahr.

Workshops erledigt – Weiter geht es mit den Konzerten

Wieder zurück bei der Hauptbühne in Fiss gibt es erstmal eine kurze Stärkung für alle, denn mit leerem Magen lässt es sich nicht so gut arbeiten.

Während sich die Künstler auf ihren Auftritt vorbereiten, sind wir schon dabei, die Bühne auf Vordermann zu bringen und die eine oder andere Kleinigkeit zu besorgen, die für das Konzert benötigt wird.

Auch die Schritte des extra für MOUNDS kreierten Tanzes werden noch einmal einstudiert. Sicherlich hat mich der ein oder andere von euch auf der Bühne gesehen.

In der Zeit, in der die Stars auf der Bühne gefeiert werden, steht das Thema Sicherheit für uns an erster Stelle. Die Kindern werden von uns tatkräftig beim auf- und absteigen auf die Bühne unterstützt und jeder hat ein Auge darauf, dass während der Konzerte nichts passiert. Auch beim Bühnenumbau hilft jeder mit. 

Zwischen: STOPP, noch nicht fahren, ich brauche Eis und dem Sun Downer

Am Ende der Konzerte kann es schon mal passieren, dass wir dem ein oder anderen Wanderbus nachlaufen müssen. Es sollen schließlich alle Besucher auch wieder in ihre Unterkunft kommen. 

Völlig außer Atem gibt es noch eine letzte Kontrollrunde, ob die Mülleimer ausgeleert sind, alle Türen abgesperrt sind und der Platz sauber ist. Ist dies der Fall, dann ist auch unser Arbeitstag beendet. 

Da ich meine Arbeitstage normalerweise im Büro vor dem Computer verbringe, sind die Festivaltage besonders anstrengend für mich. Mit schmerzenden Füßen, aber überglücklich falle ich ins Bett und freu mich auf den nächsten Tag.

Der Ablauf ändert sich in den folgenden Tagen nicht wirklich. Aber wir werden routinierter und das ganze Team spielt sich mehr und mehr ein.

Die nächste große Herausforderung ist das Sun Downer Konzert am Lader Weiher. Gemeinsam mit den freiwilligen Helfern wird alles getan, um den Abend unvergesslich werden zu lassen. 

Der Kampf gegen den inneren Schweinehund

Gegen Mitte der Woche merkt man, dass das komplette Team ein bisschen müde wird. Jetzt heißt es: Weitermachen und durch das positive Feedback der Besucher und die vielen lieben Worte, wird einem das Arbeiten wesentlich erleichtert. Neben der vielen Arbeit schauen wir, dass der Spaß auch für uns nicht zu kurz kommt. So kann es durchaus vorkommen, dass wir alle gemeinsam quer über das Festivalgelände tanzen und lustige Fotos in unserer neuen Foto Box machen.

Der traurige Abschied mit viel Vorfreude

Wie alles, hat leider auch MOUNDS ein Ende. Der letzte Tag ist immer sehr emotional – da wir nach drei Jahren schon eine kleine Familie geworden sind. Im Anschluss an das letzte Konzert werden die Bühne und das Gelände komplett abgebaut.

Jetzt heißt es wieder "zurück in den Alltag". Aber nur fast. Denn täglich trudeln nette Mails und Bilder von Besuchern ein, die uns an die schöne Zeit erinnern. 

Was mein persönliches Highlight dieses Jahr war? Der letzte gemeinsame Tanz und das Gruppenfoto auf der Bühne. So viele glückliche Gesichter strahlten uns in diesem Moment entgegen. Diesen Moment wollte ich unbedingt festhalten.

2019 – MOUNDS 4.0

Abschließend möchte ich noch die Gelegenheit nutzen und mich bei allen Helfern – ob im Hinter- oder Vordergrund – ganz ganz herzlich bedanken! Ohne eure tolle Mithilfe wäre ein solches Festival niemals möglich. Danke natürlich auch an alle Künstler und Teilnehmer – auch ohne euch könnten wir dieses einmalige Festival niemals veranstalten.

Ich hoffe, dass wir uns alle im nächsten Jahr bei MOUNDS 4.0 vom 14.07.2019 bis 19.07.2019 wieder sehen.

Leckere Schokomuffins gab es im Mini&Maxi Club in Fiss in Tirol | © Serfaus-Fiss-Ladis
Blogartikel

Was haben Muffins mit dem Bauernhof zu tun?

Mami, fahren wir nächstes Jahr wieder da hin? Wenn Kinderaugen leuchten und die Animation im...
Tanzworkshop mit herrH bei MOUNDS in Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol | © Serfaus-Fiss-Ladis
Blogartikel

Musik, Tanzen und vieles mehr ...

"Mounds – Das Musikfestival für die ganze Familie" bietet Workshops und Konzerte für Groß und...
Herz Jesu Feuer in Serfaus-Fiss-Ladis Tirol | © Andreas Kirschner
Blogartikel

Wenn die Berge brennen...

Die Herz-Jesu-Feuer erleuchten jährlich am dritten Sonntag nach Pfingsten die Tiroler Bergwelt....
Aufbau der Sommerrodelbahn Fisser Flitzer in Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol | © Serfaus-Fiss-Ladis
Blogartikel

Backstage bei den Bergbahnen - Teil 2

Ja, ich gebe es zu – Ich bin ein SFL-Fan! Und wie es sich für einen Fan nun mal gehört, wollte...
Das Team der Bergbahnen Fiss-Ladis kümmert sich um die Revisionsarbeiten bei der Schönjochbahn in Österreich | © Serfaus-Fiss-Ladis
Blogartikel

Backstage bei den Bergbahnen - Teil 1

Wenn die Seilbahnen 2x jährlich ihre wohlverdiente Verschnaufpause einlegen, ist bei den...
Das Fisser Blochziehen ist einer der ältesten Fasnachtsbräuche in Tirol | © Andreas Kirschner
Blogartikel

Fisser Blochziehen – Ein Jahr danach – Der Rückblick

Wir schreiben Sonntag, den 28. Jänner 2018. Die Fisser Kirchturmuhr schlägt 12.30 Uhr und...
Blogartikel

Urlaub am Bauernhof - Ein Abenteuer der besonderen Art

Die kleine Lisa geht mit ihrer Mama gerne Lebensmittel einkaufen. Vor dem Kühlregal bleiben die...
Blogartikel

Ladis und sein rätoromanisches Flair

Ich möchte wetten: die wenigsten wissen, dass es in Tirol tatsächlich noch einen Ort mit einem...