Wandertipp des Monats August - Bike & Hike auf den Hexenkopf
- Berge erleben
- Sommer
Los geht‘s
Bei perfektem Wetter starten wir früh um 8 Uhr am Tourismusbüro in Serfaus. Die E-Bikes haben wir uns schon am Vortag beim Sportgeschäft ausgeliehen. Über den Wiesenweg, vorbei am Leithe Wirt, Bächen und Wiesen geht’s bergauf zum Komperdell. Außer ein paar Autos ist es noch sehr ruhig hier oben.
Hexenkopf in der Ferne in Sicht
Endlich sehen wir unser Ziel. Vor uns liegt das Gebiet Masner. Geradeaus sehen wir die Hexenseehütte und auf der rechten Seite, weit oben ragt er über alle anderen Gipfel: Der Hexenkopf. So langsam spüren wir unsere Beine und Hintern vom Radfahren und freuen uns darauf die Hütte bald zu erreichen. Ein kurzes Stück bergab über zwei weitere kleine Bäche geht es zum Speicherteich. Er liegt so schön und ruhig da, dass wir ihn noch schnell einmal mit dem Rad umrunden. Von dort zweigt ein etwas schmalerer und steilerer Weg ab hinauf zum türkis schimmernden Hexensee und weiter zur Hütte.
Vom Biken zum Hiken
Hier sperren wir unsere Räder ab, tauschen den Helm gegen eine Kappe, holen die Wanderstöcke heraus und machen uns auf den Weg. Nur noch knapp 500 hm liegen vor uns bis wir diesen Riesen mit 3035 m ü. A. erreichen. Am Hexensattel führt uns ein schmalerer Pfad hinauf Richtung Gipfel. Mit Blick auf den Gmairersee über Wiesen und Steine folgen wir den Wandermarkierungen. Kurz vorm Gipfel ergibt sich der Ausblick auf einen besonders hübschen See in heller türkiser Farbe, der uns sehr beeindruckt.
Auf dem Gipfel
In leichter Kletterei und Kraxelei geht es jetzt die letzten Meter auf den Gipfel. Geschafft! Nach fast 5 Stunden erreichen wir den Hexenkopf. Ein Wunder, dass auf diesem schmalen Gipfel ein so großes Gipfelkreuz Platz hat. Bei weiterhin wolkenlosem Himmel bewundern wir die Aussicht auf die umliegenden Berge.
Unsere Jause haben wir uns jetzt aber wirklich verdient! Da wir auf keine Gondel Rücksicht nehmen müssen, können wir den Gipfel in Ruhe genießen. Wir verewigen uns im Gipfelbuch und knipsen den Wanderpass ab.
Zurück nach Serfaus
Unsere Räder stehen zum Glück noch da. So anstrengend das Hochfahren auch war, genießen wir jetzt das bequeme Bergab fahren. Die Wasserstellen sind schnell überwunden und am Komperdell nehmen wir die kleinen Hindernisse der Biker mit. Wir entscheiden uns über den Högsee runterzufahren. Dorthin kommt man entweder über die Fahrstraße oder etwas abenteuerlicher über den Alpkopftrail, ein grüner Trail im SFL-Gebiet. Nach Gondelschluss liegt der Högsee idyllisch da. Die Bergkulisse spiegelt sich im ruhigen Wasser und wartet auf das Tagesende.
Nach einem anstrengenden Tag sind wir gegen 18 Uhr zurück in Serfaus.