Wandertipp des Monats Juli- Unterwegs auf dem Six Senses Weg
- Berge erleben
- Sommer
Fühlen. Riechen. Staunen.
Nach einer kurzen Wegbiegung hören wir es schon – das leise Plätschern eines kleinen Bachs, der sich seinen Weg durch den Wald bahnt. Wir folgen dem Geräusch und setzen uns ans Ufer. Das Wasser ist glasklar und eiskalt. Wir tauchen die Hände hinein, lassen es durch die Finger laufen. Die Sonne wärmt unser Gesicht, während das kalte Wasser einen wunderbaren Kontrast bildet. Für einen Moment ist alles ganz einfach: spüren, lauschen, durchatmen.
Es ist eine Einladung zum bewussten Wahrnehmen. Jeder sucht sich sein Lieblings-Relax-Element aus – Kräuter-Nest, Kuschel-Zapfen oder Relax Pilz – und plötzlich wird aus einer einfachen Rast ein Moment, der in Erinnerung bleibt. Wir lehnen uns zurück, atmen ein, schließen kurz die Augen und sind mittendrin in der Natur.
Spannende Entdeckungen auf dem Rückweg
Nach der Stärkung geht’s weiter – am östlichen Ufer entlang und hinein in den nächsten Waldabschnitt. Der Weg führt uns Richtung Serfaus – vorbei an weiteren Sinnesstationen, die uns immer wieder zum Staunen bringen.
Bei der Station „Spannende Einblicke“ bleiben wir neugierig stehen. Vor uns mehrere Gucklöcher – jedes zeigt ein anderes kleines Fenster in die Welt des Waldes. Wir schauen hindurch und entdecken hinter jedem Rohr etwas Neues: Fichtenrinde, Tannennadeln, Moose, Waldboden. Mal ganz nah, mal überraschend inszeniert. Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, wird hier zum spannenden Detail. Ein Stück weiter kommen wir zur Station „Natur im Gleichgewicht“. Hier balancieren wir auf liegenden Baumstämmen, testen spielerisch unser Körpergefühl und lassen uns zum Abschluss einfach mal auf einem der Stämme nieder. Augen zu, Rücken auf dem warmen Holz – das leichte Schaukeln bringt fast ein bisschen Waldboden-Meditation mit sich. Ein kurzer Moment der Stille, der richtig gut tut.
Der krönende Abschluss
Adlerhorst
Und dann wartet unser persönliches Highlight: der Adlerhorst. Eine kurze, wackelige Hängebrücke führt uns hinüber – sie schwingt leicht unter den Schritten und macht den Zugang schon zum kleinen Abenteuer. Am Ende der Brücke: eine hoch oben in den Bäumen gebaute Aussichtsplattform, die ihrem Namen alle Ehre macht.
Von hier oben blicken wir fast wie aus der Vogelperspektive hinunter auf das Dorf Serfaus. Ringsum breitet sich die imposante Bergwelt aus – mit freiem Blick bis hin zu den Pitztaler und Ötztaler Alpen. Der Aussichtspunkt wirkt wie ein geheimer Ort über den Dingen – ruhig, aussichtsreich und ein wenig magisch.