Freeriden in Serfaus Fiss Ladis | © Serfaus Fiss Ladis
Reinhard | © Reinhard Walch
Reinhard

risk´n´fun ALPINE PROFESSIONALS

20.01.2017 · Berge erleben
FREERIDEN mit Ausbildung - Die eigenen Grenzen verschieben. So lautet das Motto der Veranstalter der risk´n´fun Camps. Hier im Blog gibt es interessantes rund um die Camps zu erfahren.

Der Schnee knirscht beim Aufstieg unter den Boots oder den Schischuhen, das Board oder die Schier sind am Rucksack oder einfach auf der Schulter. Die Luft ist klirrend kalt, der eigene Rhythmus wird wichtig. Oft reicht gerade mal ein kurzer Aufstieg bis zum nächsten Sattel, um eine völlig andere Perspektive zu erlangen. Und dann: Schwereloses Gleiten durch unverspurte Powderhänge, der Schnee staubt, die Luft vibriert. Freiheit inhalieren und noch etwas mehr Abstand vom Alltag gewinnen.

Richtig. Das sind die besonderen Tage. Die Tage, die einen Winter so richtig ausmachen. Eintauchen in die tiefverschneite winterliche Bergwelt, neue Lines entdecken oder einfach nur bekanntes Terrain zum gefühlt x-ten Mal wieder befahren, am besten gemeinsam mit Freunden.

Wahrnehmen – Beurteilen - Entscheiden

Auch heuer gastiert risk´n´fun, das Ausbildungsprogramm der Österreichischen Alpenvereinsjugend in Serfaus-Fiss-Ladis. Und das gleich zweimal. Einmal von 25.-29.1.2017 im Rahmen einer Trainingssession und direkt im Anschluss sind alle Freeriderinnen zu einem exklusiven GIRLS Termin (2017 aufgrund zu weniger Anmeldungen abgesagt) mit Snowboardführerin und Olympia Bronzemedaillen Gewinnerin Gitti Köck eingeladen. Das Terrain für geniale Freeridetage könnte in Serfaus-Fiss-Ladis, mit den unzähligen Varianten von der Fisser Nordseite bis hin zu den Runs im Gebiet um den Masnerkopf, nicht idealer sein.

risk´n´fun steht seit vielen Jahren für 22 Tage Ausbildung für FreeriderInnen und Qualität in der Ausbildung. Jeweils 10 SnowboarderInnen und SchifahrerInnen werden vom risk´n´fun Team auf ihren Fahrten abseits der gesicherten Pisten begleitet und lernen draußen am Ort des Geschehens, worauf zu achten ist, wenn man im Gelände eigenverantwortlich unterwegs ist

Das Gelände muss einem Freerider beim Freeriden bestens bekannt sein | © Heli Düringer

„Wir predigen hier keine Regeln und es gibt auch keinen Frontalunterricht. Trotzdem liegt dem Ganzen ein klar strukturiertes, inhaltlich aufbauendes Konzept auf dem Leitsatz „wahrnehmen – beurteilen – entscheiden“ zu Grunde. Alle Teilnehmer werden von uns erstmal animiert, sich ganz selbständig mit dem Risiko auseinanderzusetzen, das sie selbst beim Riden abseits gesicherter Pisten eingehen wollen. Dann stehen wir bereit, um ihre Fragen zu beantworten. Am Schluss sollte jeder seinen persönlichen Weg gefunden haben, um eine kritische Situation am Berg erkennen zu können, sie zu beurteilen und dann die Entscheidung zu treffen, ob die Geschichte safe to ride ist oder nicht. Es ist genau das, was wir als Pros auch machen, ob bei Comps, beim Filmen oder beim privaten Riden.“ bringt es Flo Orley, ebenfalls im risk´n´fun Team auf den Punkt.

Die Mischung machts aus: Hardskills und Softskills

Schifahrer und Snowboarder sind an 4 Tagen mit dem risk´n´fun Team im Gelände unterwegs und entwickeln dabei ihre ganz persönliche Freeridestrategie. Bei risk´n´fun geht es nicht darum, dem Bergführer oder der Snowboardführerin einfach nachzufahren und sich guiden zu lassen. Vielmehr geht es darum, selbst zu entscheiden, selbst zu argumentieren, selbst Lines und Abfahrtsvarianten zu finden, die zu den Bedingungen passen. Beispielsweise geht es um die richtige Interpretation des Lawinenlageberichts im Gelände. Exposition? Hangneigung? Triebschnee? Himmelsrichtung? Die Begriffe müssen im Gelände richtig übersetzt werden, um zu einer fundierten Entscheidung kommen zu können. Zu diesen inhaltlichen Hardskills kommen auch noch Softskills dazu. Wie wirkt sich die Gruppe, mit der ich unterwegs bin auf meine Entscheidungen aus? Wie gehe ich generell mit Risiko um? Was brauche ich für Infos, um zu einer soliden Entscheidung zu kommen? Was sagt mein Bauchgefühl?

Natürlich werden auch die notwendigen Tools für den „worst case“, der hoffentlich niemals eintrifft, vermittelt. Vordergründig geht es aber immer darum, alles so zu optimieren, dass man gar nicht erst in eine Notfallsituation kommt.

Die ersten Schwünge in den tief verschneiten Hang zu ziehen ist der größte Spaß am Freeriden | © Heli Düringer
Lawinenkunde mit Sonde und Pieps ist ein wichtiger Bestandteil beim Freeriden. Sicherheit geht immer vor | © Heli Düringer
Freeriden in Serfaus Fiss Ladis | © Serfaus Fiss Ladis
Ein Snowboarder im Freeride Hang in Serfaus Fiss Ladis in Tirol | © Serfaus Fiss Ladis

Facts

Für die Teilnahme an diesem Level ist einzig und allein gutes und sicheres Abfahren im Gelände erforderlich. Alles andere wird während des Kurses gemeinsam mit den Trainern und Berg-/Snowboardführern erarbeitet.

Mit vier inhaltlich aufbauenden Levels bietet risk´n´fun schon seit vielen Jahren die Möglichkeit, sich die notwendigen Skills für Powderruns im Gelände anzueignen. Geniale Veranstaltungsgebiete und ein inhaltliches Konzept, das eigenverantwortliches Entscheiden in den Vordergrund stellt, bilden die Basis für insgesamt 22 Ausbildungstage der besonderen Art.

Ein Skifahrer fährt während des Risk´n´Fun Camps durch den Freeride Hang in Serfaus Fiss Ladis in Tirol | © Heli Düringer

Die Termine in Serfaus-Fiss-Ladis

Mittwoch, 25.01.2017 bis Sonntag, 29.01.2017: risk´n´fun LEVEL 1 I Trainingssession

Montag, 30.01.2017 bis  Freitag 03.02.2017: risk´n´fun GIRLS I LEVEL I Trainingssession
Für alle begeisterten Freeriderinnen ab 16 bis 99. Der Termin wird begleitet von Gitti Köck, Bronzemedaillengewinnerin in Nagano, als Snowboardführerin.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Risk´n´Fun Camps in Serfaus-Fiss-Ladis hatten viel Spaß und viel gelernt | © Heli Düringer
Inkasso mit Ledertasche und Schaffnerzange in Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol | © Serfaus-Fiss-Ladis
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