Pizza vom Grill präsentiert vom Restaurantleiter der Sonnenburg Peter Krismer in der Familienregion Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol | © Serfaus-Fiss-Ladis
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Rezepttipp aus der Region - Sommerpizza

13.08.2020 · Genuss, Sommer
Im Winter leite ich mit Herzblut das Familienrestaurant Sonnenburg. Aber auch im Sommer bin ich von der Berggastronomie in der Region nicht wegzudenken. Ganze 17 Saisonen schwang ich als Küchenchef der Möseralm den Kochlöffel. Heute verrate ich dir mein ganz persönliches Sommerrezept. Die sommerliche Pizza mundet dabei nicht nur den großen, sondern auch den kleinen Familienmitgliedern. Und da bekanntlich auch der Weg das Ziel ist, kann bei der Zubereitung der Pizza gleichzeitig gemeinsame Familienzeit genossen werden. Also meinen Kids schmeckt's und gefällt's. Wie sieht es bei dir aus? Das Highlight: Für einen leckeren Wandersnack eignet sich die Pizza in Miniformat besonders gut. Unbedingt ausprobieren.

Auf zum Grill

Meine sommerpizza

Zutaten

Pizzateig
1 kg Pizzamehl
8 g frischer Germ (Hefe)
1 Ei
1 Prise Salz, 1 Prise Zucker
100 ml Sonnenblumenöl
400-500 ml Wasser

Tomatensauce
1 Dose Tomaten in Stücken (250 ml)
Frischer Oregano & Basilikum
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Belag
Geriebener Käse (Mozzarella/Gouda)
Tomaten, Champignons
Schinken, Salami
Rucola, gehobelter Parmesan, frischer Oregano


Wos griagi ausa?
3 große Pizzen und 4 Pizzabrötchen


Wia lang brauchi?
Teig 40-50 min
Zubereitungszeit Pizza 40-50 min

Zubereitung Tomatensauce

Für die Tomatensauce nehmen wir alle Zutaten, mischen sie je nach Geschmack zusammen und lassen die Sauce im Kühlschrank ziehen. Im Kühlschrank können alle Zutaten ihren vollen Geschmack entfalten. Die Kräuter stammen natürlich aus dem eigenen Kräutergarten.

Zubereitung Pizzateig

Alle Zutaten bis auf das Wasser und das Sonnenblumenöl durchmischen. Die Hefe fein zerbröseln.
Anschließend langsam Wasser und Öl einkneten, bis sich ein geschmeidiger Teig ergibt, der sich von der Arbeitsfläche oder von der Schüssel löst.
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Aus diesem Teig formen wir nun 6-8 gleich große Kugeln, in dem wir sie mit den Handinnenflächen auf der Arbeitsfläche in kreisförmiger Bewegung schleifen. Die fertigen Kugeln auf einen Teller geben und mit Klarsichtfolie zudecken. Im Kühlschrank 12-16 h rasten lassen.

Endspurt: Pizza belegen und backen

Vor der Zubereitung geben wir den Teig ca. eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank, damit er sich besser ausrollen oder ziehen lässt. Wir rollen den Teig nun tellergroß aus, den Rand dabei etwas dicker lassen.

Nun die Tomatensauce in kreisförmiger Bewegung von innen nach außen auftragen. Hier gilt: Weniger ist mehr. Trägst du zu viel Tomatensauce auf, geht die Pizza nicht mehr richtig auf.
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Für den Belag benötigen wir geriebenen Käse. Am besten eignet sich dafür Mozzarella oder ein milder Gouda. Pizza mit Käse bestreuen.
*
 Sommerpizza nach Lust und Laune belegen. Oberstes Gebot: Frische Zutaten, wenn möglich aus dem eigenen Gemüse- und Kräutergarten, verwenden. Ich belege meine Pizza mit folgenden Zutaten: mit frischen Tomaten, Rucola, Schinken oder Salami, frischen Champignons, gehobeltem Parmesan (nicht gerieben) und frischem Oregano. Tipp: Den Rucola erst nach dem Backen auf die Pizza geben, da dieser ansonsten sehr bitter und ungenießbar wird.
*
Pizzabrötchen
Für die Pizzabrötchen nehmen wir eine Teigkugel, vierteln diese und belegen sie wie vorher beschrieben. Nun klappen wir die Mini-Pizza vor dem Backen zusammen. Die Mini-Pizzen eigenen sich perfekt als Snack beim Wandern oder als Schuljause. Zudem schmecken sie auch kalt sehr lecker.
*
Die Pizza geben wir nun bei ca. 280-300 Grad für ca. 5-6 Minuten in den Ofen, für unsere Pizzabrötchen reduzieren wir die Hitze auf ca. 220 Grad.
Im Sommer eignet sich auch ein Grill, um die Pizza zu backen. Der Geschmack wird dich begeistern. Sommerzeit ist schließlich auch Grillzeit. Tipp: Die Pizza nicht direkt auf den Grill legen. Ich verwende dafür einfach den Boden einer Springform. Das funktioniert wunderbar.

Rezept herunterladen

Hier kannst du mit einem Mausklick mein leckeres Rezept herunterladen:
Rezept als PDF

Was ist das besondere an deinem Pizzateig?
 

Pizzateigrezepte gibt es wie Sand am Meer. Jeder Koch hat sein Geheimnis.  Ich teile heute meinen ganz besonderen Pizzateig mit euch. Das Rezept enthält eine etwas ungewöhnliche Zutat: "ua Goggala", wie man so schön auf Tirolerisch sagt. Das "Wunder-Ei" macht den Teig wunderbar geschmeidig. Zudem verwende ich frischen Germ. Warum? In der Ruhephase kann sich der Teig im Kühlschrank besser entfalten. Durch die Verwendung von frischer Hefe wird der Teig viel feinporiger als bei Trockenhefe.

Das Geheimnis eines guten Pizzateiges sind nicht nur die Zutaten sondern auch die Ruhephase. Diese sollte 12 bis 16 Stunden betragen, also am Vortag den Teig kneten und ab in den Kühlschrank. Wird der Teig zu früh verwendet, wird die Pizza hart und geschmacklos.

Übung macht natürlich den Meister. Dies gilt auch für die Herstellung eines perfekten Pizzateiges. Bis ein Teig wirklich gut gelingt, braucht es Übung. Also nicht verzagen, wenn er beim ersten Mal nicht so wird, wie er sollte. Nehmt euch genug Zeit, kochen ist nämlich eine Herzensangelegenheit. Hat man Spaß beim Kochen, stimmt auch das Resultat.

 

Wo kann man in der Region besonderst gut Pizza genießen?
 

Natürlich zuhause in meinem eigenen Garten ;). Im Winter gibt es aber auch eine sehr gute Adresse. Das Familienrestaurant Sonnenburg in Fiss. Die Pizzen werden dort direkt im Steinofen gebacken. Auch im Bergrestaurant Lassida in Serfaus werden Pizzaliebhaber bestens belohnt. Unbedingt probieren.

Im Blog Serfaus-Fiss-Ladis der Familienregion findest du leckere regionale Rezepte aus der Region wie eine Sommerpizza | © Serfaus-Fiss-Ladis
Peter Krismer, Restaurantleiter der Sonnenburg in der Familienregion Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol präseniert ein schnelles Sommerrezept für die ganze Familie | © Serfaus-Fiss-Ladis

Über Peter


Sein Handwerk erlernte der Fisser in den 90er-Jahren in einer Zwei-Hauben-Küche. Er hat in seiner Heimatgemeinde eine eigene Familie gegründet und ist auch beruflich seit fast zwei Jahrzehnten mit der Region verbunden. Bereits seit 17 Saisonen ist er Küchenchef im Restaurant Bergrestaurant Möseralm. Seit nunmehr sechs Wintersaison leitet er das Familienrestaurant Sonnenburg und schwingt in den Sommermonaten das Zepter im Crystal Cube am Zwölferkopf. Es stimmt ihn immer wieder glücklich, wenn den Besuchern des gläsernen Restaurants beim Eintreten der Atem vor Begeisterung stockt. Zufriedene Gäste sind seine Passion. "Dann woas i, für was i arbeit", so Peter. Der sympathische Einheimische ist glücklich mit seiner Frau Diana verheiratet und stolzer Vater von seinen drei Musketieren Julian, Simon und Jannik Paul. Mit seiner Frau und seiner Rasselbande verbringt er gerne gemeinsame Quality-Time in der Küche und schätzt die Verwendung heimischer Produkte. Ein Muss im Sommer: Kräuter und allerlei Gemüse und Obst selbst anpflanzen. Neben klassischen Gemüsesorten züchtet er auch mal Exoten wie Physalis oder Melonen in seinem Wohlfühlgarten. Kreativität beweist er beim Kürbisschnitzen. Kurzerhand wird bei ihm nämlich ein langweiliger Kürbis in ein cooles Piratenschiff verwandelt. Da staunt besonders Jannik Paul, sein jüngster Sohn.

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