Qigong am Högsee in Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol | © Andreas Kirschner
Blogautorin Andrea Serfaus-Fiss-Ladis | © christianwaldegger.com
Andrea

Alles fließt (wieder) – Wie viel Qi steckt in dir?

25.06.2019 · Berge erleben, Sommer
Warum den Morgen nicht mit Qigong starten? Jeden Mittwoch können Interessierte an einer meditativen Wanderung mit zahlreichen Qigong-Stopps von der Mittelstation Komperdell bis zum Erlebnispark Hög teilnehmen. Und das inmitten der Tiroler Alpen. Qigong soll das seelische Gleichgewicht fördern und den Fluss der Lebensenergie durch den Körper harmonisieren. Klingt doch sehr verlockend?

Qigong hat seinen Ursprung in China und ist eine wichtige Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Laut der TCM ist ein Mensch gesund, wenn sein Qi frei durch den Körper strömen kann. Die Lebensenergie fließt dabei über sogenannte Meridiane (Energiebahnen) durch den Körper. Mithilfe bestimmter Übungen kann diese Energie wieder störungsfrei durch den Körper fließen. Jede Übung hat ihre ganz bestimmte Wirkung. Die Meridiane werden sozusagen durch Bewegung aktiviert.

Guten Morgen!

Wir trafen uns um 8.00 Uhr bei der Talstation Komperdell in Serfaus. Trainer Hartmut Hammerle begrüßte uns herzlich. Er strahlte eine angenehme ruhige Art aus. Nach einer gemeinsamen Auffahrt zur Mittelstation der Komperdellbahn starteten wir die meditative Wanderung runter zum Högsee.

Zu Beginn erklärte uns Hartmut die Bedeutung von Qigong. Es bedeutet so viel wie „Energie üben“. Um Harmonie in unseren Körpern herzustellen, wurden uns beim ersten Stopp bei der Mittelstation die Energietore vermittelt und wie wir diese öffnen können. Dazu bildeten wir einen Kreis. Wir kippten unsere Becken, kreisten unsere Fuß- und Handgelenkte, spreizten unsere Finger, kreisten unsere Köpfe.

Ruhe und Bewegung

Bei der meditativen Wanderung wechselten sich Übungen in Bewegung und Übungen in Ruhe ab. Mal stand die Konzentration auf unsere Atmung und Wahrnehmung unserer Umwelt im Vordergrund, mal wurden wir durch Körperbewegungen in einen meditativen Zustand versetzt.

Die Leichtigkeit des Seins

Wie in Zeitlupe führten wir die Übungen durch. Die uralten überlieferten Bewegungen sind sanft und fließend. Hartmut erklärte uns, dass die Übungen mit Leichtigkeit und ohne viel Kraft ausgeübt werden sollen. Wir sollten keinen Schmerz verspüren. Durch die vielen Wiederholungen führten wir die Bewegungen immer intuitiver aus. Das Herz und nicht das Gehirn soll Herr der Bewegungen sein. Zudem war eine bewusste Atmung wichtiger Bestandteil unserer Qigong-Reise. Ich spürte förmlich, wie sich mein Qi verstärkte und sich meine Sinne inmitten der Natur schärften.

Starre ist Gift für den Körper

Der Körper sollte immer in Bewegung sein. Durch Bewegung werden nämlich unsere Energiebahnen aktiviert. Frei soll das Qi fließen können. „Es ist nicht selbstverständlich, dass unser Körper Bewegungen zulässt. Seid dankbar dafür“, appellierte Hartmut an uns. Wir sollten jeden Morgen unserem Körper dafür danken. Schließlich hat leider nicht jeder dieses Glück.

Bitte lächeln

Mit beiden Beinen fest mit dem Waldboden verbunden, die Augen geschlossen. Wir hielten inne und lauschten den Geräuschen, die wir um uns wahrnahmen. Wir wurden stets daran erinnert, dass wir einen festen Stand haben sollten. So einfach war es inmitten der Natur natürlich nicht. Je stärker ich mich konzentrierte, desto mehr fühlte ich mich aber mit der Natur eins. Wir führten Übungen mit oder ohne leichtes Lächeln durch. Das Lächeln sollte dabei aus dem Herzen kommen und ehrlich sein. „Was fühlt sich besser an?“, fragte uns Hartmut. Konzentriert vertrauten wir auf unser innerstes Gefühl. „Lächelnd durch die Welt zu schreiten, ist definitiv schöner“, dachte ich mir. Es breitete sich sogleich eine wohlige innere Wärme in mir aus. Ich erkannte, dass ich mir viel zu selten Zeit für mein Innerstes nehme. Kommt euch das bekannt vor? Inmitten farbenprächtiger Enzianwiesen und moosigem Waldboden spürte ich plötzlich wie jede Zelle mit positiver Lebensenergie versorgt wurde. Die intensiv blaue Farbe der Alpenblume wirkte dabei wie Farbklekse in der Waldlandschaft. Herrlich schön.

Was zurrt denn da?

Unsere Qigong-Stopps legten wir an verschiedenen Plätzen entlang des Six-Senses-Weges ein. Sie waren dabei sehr unterschiedlich. Von schattig bis sonnig, von feucht bis trocken, von moosig bis steinig. Auch die Geräuschkulisse war ständig im Wandel. Mal toste der Laustalbach, mal war nur ein sanftes Rauschen von der Ferne zu hören. An einem Waldplätzchen klirrten die Kuhglocken lautstark, einige Meter weiter übertönte Vogelgezwitscher das tierische Glockenläuten und war fast verstummt. Die Stille des Waldes war laut und deutlich zu hören. Mit viel Konzentration konnten wir sogar das charakteristische Pfeifen von Murmeltieren wahrnehmen.

Das Gesicht mit frischem Qi „waschen“

Mit ein paar abschließenden Übungen beendeten wir unsere Qigong-Wanderung am smaragdgrünen Högsee. Wir rieben etwa die Handflächen aneinander und verteilten das entstandene Qi in unserem Gesicht. Auch wenn wir am Högsee standen und wir dort auch eine Erfrischung gefunden hätten, fühlte ich mich nach dem „Waschgang“ voller Energie und erfrischt. Ich war überrascht.

Der Bereich des siebten Halswirbels, ist so was wie ein Verteilerkasten. Du kannst ihn mit der Hand leicht ertasten, da er stark nach außen gewölbt ist. Auch diesen massierten wir bei der letzten Übung. Von diesem Punkt aus fließt die Körperenergie über die Meridiane durch den gesamten Körper. Die Teilnehmer fühlten sich sichtlich wohl. Unser Qi war wiederhergestellt.

Qigong-Jause auf 1.800 Höhenmeter

Vollgetankt mit Energie machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Seealm Hög, um auch unsere Bäuche mit Energie zu versorgen. Die erfrischende Qigong-Jause zauberte ein weiteres Lächeln in unsere Gesichter. Nach meiner Teilnahme an der meditativen Wanderungen fühlte ich mich auf allen Ebenen wohl: auf der körperlichen, energetischen und geistigen. Wie viel Energiepotenzial steckt in dir?  Finde es heraus!

Buchungen für Qigong in der Natur können hier getätigt werden.

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