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Fischen am Schlossweiher in Ladis

10.10.2017 · Genuss, Sommer
Fischen, so sagt man, sei die einzige Philosophie von der man satt werden kann. Für alle, die Interesse haben es auszuprobieren oder zu erlernen, bietet der Schlossweiher in Ladis beste Voraussetzungen.

Es ist ein schöner Herbstnachmittag im Oktober dieses Jahres. Gemeinsam mit meinem Arbeitskollegen Karl, seinerseits ein erfahrener Fischer, begebe ich mich zum Schlossweiher in Ladis. „Hier werden in jedem Frühjahr junge Forellen eingesetzt, die ab Juni geangelt werden dürfen“, erklärt mir Karl die Beute, auf die wir es heute abgesehen haben. Außerdem befinden sich Goldfische, Karpfen und Karauschen im Gewässer unterhalb der Burg Laudeck.

Es sind bereits mehrere Jahre vergangen, seit dem ich das letzte Mal angeln war. Da ich selber über keine Ausrüstung verfüge, leihe ich mir diese direkt am Weiher aus. Karl gibt mir eine Angelrute mit Rolle, Schnur, Schwimmer, Bleigewichten und Haken. Einen Fischkescher und Köder muss man selber mitbringen. Letzterer muss im ersten Schritt an den Haken. Karl hat ein paar saftige Maden mitgebracht, die den Forellen besonders gut schmecken sollen. Mais oder Brot können ebenfalls verwendet werden. Mit viel Geschick und Erfahrung hat Karl den Köder umgehend am Haken angebracht und die Rute kann „ausgeworfen“ werden.

Von der Technik, dem Abschalten und Entspannung

Beim Auswerfen geht man wie folgt vor: Man hält mit dem Zeigefinger die Schnur fest, öffnet den Bügel der Rolle und wirft anschließend mit einer schwungvollen Bewegung Schwimmer und Haken „überkopf“ aus. Es ist ratsam auf die Umgebung zu achten, da sich der Haken leicht in Sträuchern oder, schlimmer, in Zuschauern verfangen könnte.

Die Wurftechnik ist schnell erlernt und nun heißt es abwarten. Fast genauso wichtig wie der Köder ist der Schwimmer, der dafür sorgt, dass der Haken nicht im Wasser untergeht. Mit Bleigewichten wird der Schwimmer für eine aufrechte Position vorbereitet.

Dass die Fische nicht sofort anbeißen ist nicht weiter tragisch. Das traumhafte Wetter, die bunten Farben des Herbstes um uns herum und die herrliche Fernsicht lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Man hat beim Fischen viel Zeit zum Nachdenken, die Ruhe zu genießen und zum Entspannen.

Es hat einer angebissen

Nach ein paar weiteren Würfen zappelt an Karls Angel eine Forelle am Haken. Vorsichtig zieht er sie mit Hilfe der Rolle näher ans Ufer. Es wird spannend – hält die Angelschnur dem Kampf des Fisches statt? Schließlich ist er nahe genug bei uns, um ihn mit einem Kescher aus dem Wasser holen zu können. Ein kräftiger Schlag und die Forelle ist bereit ausgenommen zu werden. Dabei schneidet man mit einem scharfen Messer am Bauch entlang und entfernt die Innereien – als Fischer darf man nicht zimperlich sein.

Zum Abschluss gibt mir Karl noch seinen Tipp für die Zubereitung: Am besten schmeckt die Forelle, wenn man sie nur dezent mit Salz und Pfeffer würzt, anschließend in Mehl wendet und danach in einer Pfanne mit Butter brät. Der Fisch darf ruhig nach dem Braten noch nach Fisch schmecken.

Infos und Preise

Schnupperkarten sind ab € 10,00 erhältlich. Die Angelausrüstung muss selbst mitgebracht werden.
Für Angler mit Erfahrung bieten die Fischreviere am Inn eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten.

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