Stefanie | © Stefanie Patscheider
Stefanie

Wildkräuter-Pesto - Superfood von heimischen Wiesen

13.10.2018 · Genuss
Wenn man Pesto hört, denkt man an Italien: Der Geruch von frischduftendem Basilikum und sonnengetrockneten Tomaten steigt einem direkt in die Nase. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten. Ein Wildkräuter-Pesto von unseren heimischen Wiesen soll schmecken und auch noch gesund sein.

Ein "Superfood-Pesto" aus Wildkräutern von unseren heimischen Wiesen klingt nicht typisch, aber auf jeden Fall interessant. So wirklich kann ich mir solch ein spezielles Pesto noch nicht vorstellen, aber die Neugier hat mich gepackt und ich will es probieren.

Da ich mich beim Thema "Wildkräuter" nicht auskenne, habe ich mich mit Monika Schmid, einer ausgebildeten Heilkräuter-Pädagogin aus Fiss in Verbindung gesetzt und um Ihre Hilfe gebeten. Sie willigte sofort ein, mich in die Wildkräuter-Heilkunde einzuführen und heimisches Superfood unseren Leser geschmacklich näher zu bringen.

First Step - Wildkräuter sammeln

Um ein frisches und saftiges Wildkräuter-Pesto herstellen zu können, hat unsere Suche natürlich beim Wildkräuterlehrpfad in Fiss begonnen.

Unsere Wildkräuter-Auswahl - von Alleskönnern bis zu speziellen Fähigkeiten

Brennnessel

nser erstes Wildkraut ist die Brennnessel. Sie überzeugt als Alleskönner und ist reich an Eisen sowie an Vitamin C. Sie wirkt gleichzeitig reinigend und aufbauend, also ein richtig vitalisierendes Wildkraut.

Tipp: Beim Pflücken die Brennnessel von unten nach oben streifen, damit der brennende Schmerz nicht allzu intensiv ist. Am besten einfach Handschuhe benutzen.

Sauerrampfer

Den optimalen Stoffwechsel aktivieren ganz leicht gemacht mit unserem nächsten Wildkraut: der Sauerrampfer.

Er füllt den Vitamin- und Enzymspeicher auf und ist blutreinigend.

Tipp: Nur sparsam für das Pesto verwenden (Oxalsäure).

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wirkt allgemein heilend, schleimlösend und bakterizid.

Hier können gerne auch junge Knospen für das Pesto verwendet werden.

Schafgarbe

Den Abschluss macht die Schafgarbe.

In diesem Wildkraut sind alle wichtigen Mineralstoffe enthalten, die der Körper braucht. Zugleich wirkt sie entzündungshemmend, krampflösend sowie verdauungsfördernd.

Weniger ist mehr

Getreu dieses Mottos ist unsere Zutatenliste sehr überschaubar.

Unsere Zutatenliste ist sehr überschaubar.
Getreu dem Motto: Weniger ist Mehr

  • Auswahl an Wildkräutern
  • 4 Teile Brennnessel
  • 1 Teil Schafgarbe
  • 1 Teil Spitzwegerich
  • 1 Teil Sauerrampfer
  • Küchenkräuter (z.B.: Oregano oder Kapuzinerkresse)
  • 150 g ganze Mandeln oder Sonnenblumenkerne
  • 1/2 TL Salz
  • ca. 150 ml Olivenöl

Step by Step zum heimischen Superfood-Pesto

Schritt 1: Die Wildkräuter abzupfen und die groben Stängel entfernen.

Schritt 2: Die Mandeln in den Mixer geben.
Tipp: Sonnenblumenkerne oder Pinienkerne können natürlich auch verwendet werden.

Schritt 3: Wildkräuter und Küchenkräuter zu den ganzen Mandeln geben.
Tipp: Optional kann auch Knoblauch für einen intensiveren Geschmack benutzt werden.

Schritt 4: Einen halben Teelöffel Salz hinzugeben.
Tipp: Am besten eignet sich unraffiniertes Salz (naturbelassen).

Schritt 5: Olivenöl zu den Mandeln und Wildkräutern in den Mixer geben und alles zu einem Pesto zerkleinern. Sollte das Pesto noch zu trocken wirken, einfach nochmals Öl hinzugeben.
Tipp: Sonnenblumenöl eignet sich auch hervorragend, könnte jedoch bitterer schmecken.

Schritt 6: Das Pesto in kleine Einweggläser abfüllen.

Schritt 7: Das Pesto im Einwegglas mit Olivenöl bedecken, Haltbarkeit im Kühlschrank bis zu 6 Wochen.

Schritt 8: Genießen. Das Wildkräuter-Pesto eignet sich perfekt für Nudelgerichte (am besten noch mit Parmesan verfeinern), als Brotaufstrich und natürlich zu einem frischen Tomaten-Mozzarella-Salat.

Ich wünsche guten Appetit und beende meinen Blogartikel mit einer Weisheit des griechischen Arztes Hippokrates von Kos:
"Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.

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